Saturday, July 23, 2016

Akkus und Batterien unter Last testen

Problem 1: Akkus sind frisch geladen. Einige halten Stunden. Einige geben nach 2 Minuten auf. Spannung mit Multimeter ist etwa gleich. Spannung mit 'Akku-Tester' BT-168D (billiger Schei...) auch.

Ziel: Ich will die faulen Akkus wegschmeissen.

Problem 2: Kommen immer zwei (oder mehr) Akkus ins Gerät rein. Welcher ist denn jetzt faul? Goto Problem 1.

Lösung: Teste Akkus unter Last. Faule Akkus sollten schnell aufgeben.

Ich habe nach Akku-Testern gesucht, die eine definierte (und ernst zu nehmende) Last benutzen: Nichts gefunden. (Bitte in Kommentaren Vorschläge machen). Ich will allerdings auch kein Gerät haben, was zum Akku-Testen eine 9V Block Batterie leer saugt. Hallo?

Bastel-Lösung: Einen BT-168D nehmen, zwei Polklemmen dran, Widerstand parallel zum Akku. Einmal umrühren. Fertig.


Beim Widerstand bin ich mir noch nicht ganz einig. Ich nehme versuchsweise:
- 1 Ohm, 2 Watt: Macht 1200 mA Strom bei 1,2 V Akkuspannung (1,5 C).
oder
- 4,7 Ohm, 2 Watt: Macht 255 mA Strom bei 1,2 V Akkuspannung (0,3 C).

Die 1 Ohm Variante schein mir etwas zu heftig. Ich will ja meine gebrauchten Akkus nicht unnötig Stressen. Eine 'runterzählende' Spannung sagt mir auch nicht direkt was.

Im moment nehme ich lieber die 4.7 Ohm Variante: Kaputt Akkus schaffen es jetzt mit Widerstand nicht mal den Akku-Tester zu betreiben. Bei schwachen Akkus gibt die Spannung sofort sichtbar nach (innerhalb von ein paar Sekunden). Bei noch brauchbaren Akkus bleibt die Spannung konstant.

Über die genauen Spannungsgrenzen, ab wann kaputt, und ab wann noch brauchbar, bin ich mir noch nicht ganz im Klaren. Klar ist: Wenn vollgeladen unter Last unterhalb von der Entladeschlussspannung von 1,0 V dann kaputt. Meine faulen Akkus waren bis jetzt alle deutlich darunter.

Der BT168-D zeigt immer eine falsche Spannung an. Der Fehler ist abhängig von der Spannung (aber nicht proportional). Aber die Messungen sind reproduzierbar und deshalb doch benutzbar. Dafür braucht der Akku-Tester selbst keine Batterie, was ich gut finde. Mit Multimeter eine bestimmte Grenze zu bestimmen ist ja kein Problem.

Das ganze klappt auch mit gebrauchten Batterien gut. Die 'leeren' aber noch brauchbaren Batterien (unter Last > 1,2 V) kommen immer in die Kinder-Taschenlampen. :-)



Saturday, February 27, 2016

Photovoltaik Speicher lohnt sich nicht

Loht sich die Anschaffung eines Speichersystems für eine Photovoltaikanlage finanziell?

Antwort: Nein.

Die derzeit verfügbaren Speichersysteme sind weit davon entfernt, ihre eigenen Kosten jemals wieder einzuspielen, von 'finanziell lohnen' ganz zu schweigen.

Jedes Speichersystem muss sich erst mal an der Lösung 'Null-Speichersystem' messen: Ohne installiertes Speichersystem kann man nämlich zu vorhersagbaren Kosten beliebig viel Energie beliebig lange speichern, und zwar im öffentlichen Netz.

Dieses Null-Speichersystem hat folgende Aspekte:
- Kosten pro gespeicherter und zu 100% rückgewonnener kWh: 14,14 Cent/kWh (*)
- Maximale Kapazität: Unbegrenzte Energie für unbegrenzte Zeit
- Installationskosten: 0 EUR
- Wartungskosten: 0 EUR
- Garantiezeit: 20 Jahre
- Risiken: Strompreis könnte stark steigen. Sonst keine.

(*) bei Einspeise-Vergütung 12,40 Cent/kWh und Strompreis 26,54 Cent/kWh (Umweltstrom)

Speichersysteme haben folgende Aspekte:
- Kosten pro gespeicherter und zu 100% rückgewonnener kWh: 39-87 Cent/kWh (27-61 mit Einrechnung der Förderung) (Quelle 1)
- Maximale Kapazität: In der Regel ein Durchschnitts-Tagesverbrauch (5-20 kWh)
- Möglichkeit, Energie langfristig zu speichern (vom Sommer zum Winter): Nicht möglich
- Möglichkeit, Energie mittelfristig zu speichern (3 Regentage überbrücken): Nicht möglich
- Installationskosten: 10000-20000 EUR
- Wartungskosten: Kommen noch drauf.
- Garantiezeit: Wie üblich. 6 Monate Gewährleistung. Danach Beweislastumkehr. Darüber hinaus freiwillige Garantie zu den Bedingungen des Herstellers, so es den Hersteller denn dann noch gibt.
- Risiken: Insolvenz des Herstellers, Technologierisiko (Alterung, Brand, ständige ungesicherte Internet-Verbindung ist Vorraussetzung für Garantie), ...

Also: Speichersysteme werden interessant, wenn deren Gesamtkosten pro kWh unter der Differenz zwischen Stromkosten und Einspeise-Vergütung liegen, also unter 14 Cent/kWh. Um wirtschaftlich zu sein, müssen die Kosten allerdings weit unter 14 Cent/kWh liegen, um die ganzen Risiken abzubilden.

Übrigens: Strompreissteigerung von 1995 auf 2015, 20 Jahre: 2,1% pro Jahr. (Ohne EEG-Umlage: 0,8% pro Jahr.) (Quelle 3)

(Quelle 1) http://www.energieheld.de/photovoltaik/stromspeicher/kosten
(Quelle 2) http://www.photovoltaik-web.de/photovoltaik/batteriesysteme-akkusysteme-pv/kostenvergleich-akkusystem.html
(Quelle 3) http://www.was-war-wann.de/historische_werte/strompreise.html

 (Solar Speicher, PV Speicher, Photovoltaik Speicher, Solarspeicher)

Tuesday, February 02, 2016

Warmwasser ist kalt mit SolvisMax UVR1611 Frischwasser System

Solvis SolvisMax UVR1611 Frischwasser System

Problem 1: Manchmal (nicht deterministisch) ist das Warmwasser erst lauwarm und ist dann für 1-5 Minuten eiskalt, also noch nicht mal lauwarm. Das passiert so nicht immer, aber etwa alle 1-2 Tage einmal.

Problem 2: Warmwasser in der Zirkulation ist oft relativ kühl. WW-Vorlauf ist im Keller oft kühler als der WW-Rücklauf, was ja nicht sein darf.

Fakt: Zirkulationspumpe wurde gegen eine extrem Energiesparende (und entsprechend langsam laufende) Variante getauscht.

Ursache: Genaue Ursache unbekannt. Kein Strömungschalter verbaut. Die Funktion WW-ZAPF erkennt manchmal keine Temperatur Differenz mehr (0.5K in 0.1s), wenn die Temperatur des Wärmetauscherausgangs einmal auf die Kaltwassertemperatur gefallen ist. Das ist logisch: Wenn die Wärmetauscherpumpe nicht läuft, wird der Wärmetauscher eiskalt. Dann ändert sich auch beim Zapfen von Warmwasser die Temperatur nicht. WW-BEREIT soll dann einspringen, klappt aber nicht. Wenn das Problem 1 auftritt, sagen sowohl WW-BEREIT und WW-ZAPF 'aus'. Die WT-Pumpe läuft also nicht, ergo eiskaltes Warmwasser trotz Minuten langem Laufenlassen. Irgendwann bekommt WW-ZAPF dann einen 0,5 K Sprung und Warmwasser kommt ab da schön warm.

Beobachtung: Während die Zirkulationspumpe läuft ist die WT-Pumpe (fast) nie an, trotz dramatischer Temperaturdifferenz. WW-BEREIT springt scheinbar nicht an. Die Zirkulation bringt garnichts. Es wird lauwarmes Wasser rum gepumpt.

Lösung: Problem 2 mach ja besonders stutzig. Egal was passiert, der WW-Vorlauf muss immer wärmer sein, als der Rücklauf, sonst ist schon was falsch. Ich möchte also, das die Funktion HYG.WW-B. immer freigegeben ist, wenn die Zirkulationspumpe läuft, da ja dann immer Wasser warm gemacht werden muss. Also: Hinzufügen einer weiteren Eingangsvariable zu der 'ODER 1' Funktion, die HYG.WW-B. freigibt: Quelle Zirku, Status Zirku, Modus normal. Dadurch wird die WT-Pumpenregelung immer freigegeben, wenn die Zirkulationspumpe läuft.

Effekt: Beide Probleme treten jetzt nicht mehr auf. Warmwasser ist immer schnell schön warm. Die Zirkulation funktioniert jetzt gut. Eiskaltes Warmwasser tritt nicht mehr auf. Der Wärmetauscher hält die Zirkulation warm, und deshalb erkennt WW-ZAPF auch wieder zuverlässig, wenn Warmwasser gezapft wird.

Erhöhter Energieverbrauch: Mit Sicherheit. Aber scheinbar nicht dramatisch.